Das erspielte Wunder von Neuenhagen

Das erspielte Wunder von Neuenhagen

U13/ D-Juniorinnen 29.10.2019

Nur 36 Stunden nach der bösen Niederlage gegen Blankenfelde/Mahlow empfingen wir den Ligaprimus Turbine Potsdam bei uns zu Hause auf dem Rasen. Im Vorfeld wurde eigentlich nur Vermutungen über die Höhe der Niederlage angestellt. Wer kann es verdenken?

Wir hatten heute fast alle Spielerinnen an Bord und somit freie Auswahl für die Aufstellung. Uns Trainern war klar, dass man gegen so einen Gegner die Defensive nicht vernachlässigen durfte. Aus diesem Grund entschieden wir uns, es mit einer Viererkette und einer Dreierkette davor zu probieren. Vor Elli im Tor sollten Frida und Greta die Mitte dicht machen und außen Finja und Zoe ihre Geschwindigkeit in unser Spiel nach hinten und vorne einbringen. In der Dreierkette davor durften sich Hanni, Sontje und Anna austoben. Als Reserve standen uns noch Marie, Pauli und Francis zur Verfügung.

Erste Halbzeit: Die etwas defensivere Aufstellung brachte von Anfang an viel Sicherheit in unseren Aktionen. Wir standen hinten sehr gut und vorn ging dann die Post ab. Alle waren voll bei der Sache und beteiligten sich am Spiel. Nach den ersten Minuten sah es ganz gut aus, aber das war ja auch gegen Blankenfelde so gewesen … Wir hatten durch diese Variante den Gegner in unsere Hälfte gelockt und konnten nach einem Ballgewinn viel besser die sich bietenden Räume nutzten. Und so fiel nach knapp 13 Minuten – nach Vorarbeit durch Hanni – durch Sontje das nicht für möglich gehaltene 1:0 für uns. Unsere Mädchen waren jetzt on fire und gaben alles. Die Viererkette hielt hinten den Laden sauber, Elli fing alles ab und vorn setzte Sontje zu einem Solo gegen drei Gegnerinnen an. Sie überwand auch noch die Torfrau – 2:0! Jubel, Spielerwechsel und Halbzeit!

Pause: Uns war jetzt klar, dass wir heute etwas Großes erreichen konnten, wenn wir fest zusammenhalten und keine Fehler begehen würden. Dafür hieß es aber zunächst: Euphoriebremse treten und die Mannschaft neu einschwören.

Zweite Halbzeit: Wir machten dort weiter, wo wir aufgehört hatten und gleich zu Beginn hatte Sontje nach einem super Zuspiel von Hanni, den Torwart umkurvend die Riesenchance auf ihren Hattrick, aber leider konnte sie nicht mehr platziert abschließen und traf das Außennetz. Die Minuten zogen sich dahin, denn jeder wusste: Fiele ein Gegentor, würde das große Zittern anfangen. Aber unsere Mädchen machten das großartig. Bei den Abstößen kamen die Potsdamerinnen teilweise nicht aus ihrer Hälfte heraus, weil jetzt auch Greta ihr Tor schießen wollte. Sie versuchte, jeden Abschlag der Torwartin gleich zu erobern und zu nutzten. In der 39. Minute hatte sie dann endlich den Ball und versenkte ihn tatsächlich unten links im Eck. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. (Einige behaupten, dass sich sogar Wolfgang gefreut haben soll.) Potsdam versuchte noch einmal alles, aber entweder war ein Fuß von uns dazwischen oder Elli schnappte sich denn Ball. Zum Ende hin hatte auch Zoe ihre Chance und versuchte frech aus 25 Metern die Torhüterin mit einer Bogenlampe zu überwinden, aber diese passte gut auf und machte sich lang. Kurz darauf war das Spiel aus und alle lagen sich in den Armen.

Mein Dank gilt allen Spielerinnen die zu diesem wahrscheinlich historischen Ereignis etwas beigetragen haben: Elli, Greta, Frida, Marie, Pauli, Sontje, Zoe, Francis, Anna, Finja und Hanni!

Vielleicht war es das neue Spielsystem oder der Wille der Mädchen? Wahrscheinlich von beidem etwas. Wichtig ist es jetzt, die Gunst der Stunde zu nutzen und das Positive mitzunehmen in die nächsten Spiele.

Ich will hier aber auch nicht vergessen, dem Trainer von Potsdam zu danken. Er hat das Spiel nicht verschoben – obwohl er es hätte tun können, da drei seiner Spielerinnen an diesem Wochenende zur Landesauswahl deligiert worden waren.

WK

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